Geschichte

Schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stellte ein aufgeschlossener dänischer Landschaftsarchitekt namens Christian Sørensen fest, dass sich Kinder lieber auf wilden Brachflächen aufhalten und ihre eigene Spielwelt konstruieren, als sich auf nett möblierten Spielplätzen aufzuhalten. Er forderte folgerichtig die Einrichtung sogenannter Gerümpel-spielplätze. 1943 richtete er den ersten Platz dieser Art im Kopenhagener Stadtteil Emdrup ein. Dänemark wurde zur Keimzelle der Bauspielbewegung.

Die Idee fand schnell Anklang in anderen Ländern, beispielsweise England, der Schweiz und Deutschland (Mannheim-Erlenhof), wo in den 50er Jahren einzelne Einrichtungen entstanden. Etwa zeitgleich wurden Ende der 60er Jahre der erste Abenteuerspielplatz in Berlin und die erste Jugendfarm in Stuttgart gegründet. Von hier aus begann – begleitet von der pädagogischen Aufbruchsstimmung dieser Jahre – eine regelrechte Gründungswelle in Deutschland, die Ihren Schwung erst Mitte der 70er Jahre etwas verlor. Auch Seither verging jedoch kaum ein Jahr ohne Neugründungen.

Nach dem Mauerfall entstanden – getragen durch die „Spielwagenbewegung“ – auch in Ostberlin und den neuen Bundesländern die ersten pädagogisch betreuten Spielplätze. Heute gibt es etwa 400 Einrichtungen in der Bundesrepublik und rund 1000 ähnliche Projekte in ganz Europa. Auch in den USA und in Japan gibt es Abenteuerspielplätze.

2005 veranstaltete die Internationale Vereinigung für Spiel ipa – 1961 aus der dänischen Abenteuerspielplatzbewegung hervorgegangen – in Berlin einen Kongress zum Thema „spielend leben lernen“. 400 Spiel-Profis aus 41 Ländern nahmen daran teil.